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„RENT“ folgt in der Grundidee Puccinis Oper „La Bohème“.

Doch im New York Ende der 1980er Jahre stirbt man nicht mehr an Schwindsucht, sondern an AIDS.

„RENT“ erzählt die Geschichte einer Gruppe junger Künstler im New Yorker East Village, die entgegen aller Widerstände in der Gesellschaft für ihren Erfolg, für Toleranz, für wahre Freundschaft und Liebe kämpft. Doch Profitgier, AIDS, Drogen und Rassismus werfen immer wieder Schatten auf das Leben der bunt gemischten Gesellschaft. Verratene Freundschaften, zerbrochene Liebe, Misstrauen, Krankheit, Drogen und Gewalt spielen ebenso eine Rolle wie Freundschaft, neu gefundene Liebe, Vergebung, Freude am Leben und Hoffnung.

Diese Vielfalt von Emotionen macht "RENT" zu einem Stück, das manchmal traurig, auch lustig und berührend, vor allem aber natürlich ist und viele Aspekte des Lebens beleuchtet.

U.a. auch Tabuthemen, die gerade bei jungen Menschen kein Tabu sein sollten.

Die neun Frauen und Männer, die im Mittelpunkt der Geschichte stehen, sind ganz unterschiedliche Charaktere, die auf ihre jeweilige Art mit diesen Themen umgehen. Zusammen mit dem eindrucksvollen Chor bilden sie die Gruppe der Bohèmians.

Der Zuschauer nimmt teil am Leben der Freunde im Verlauf eines Jahres – vom 24.12.1989 bis zum 24.12.1990 – also exakt ein Jahr: 365 x 24 x 60 = 525.600 Minuten – „Seasons of Love“ – der gefühlvolle Titelsong des Musicals.

Während der Kampf um bezahlbaren Wohnraum Künstler und Bewohner des Viertels eint, lauert im Hintergrund eine dunklere Bedrohung: Roger, Mimi, Collins und Transvestit Angel sind an AIDS erkrankt und müssen sich dem Kampf gegen die tödliche Diagnose stellen.

Wie kann man im Angesicht des Todes die Liebe in sein Leben lassen? Wie geht man mit Trauer und Verlust um, wenn man selber um sein Leben kämpft? Mit seiner ungeschönten Darstellung gesellschaftlicher Probleme und seiner Botschaft der Hoffnung ist „RENT“ ein faszinierendes Mosaik sozialer Realität, das zum modernen Klassiker wurde (www.musical-ensemble-erft.de).