Darsteller im Interview

Auf dem Bahnsteig und in den U-Bahnwaggons der Linie 1 treffen Menschen mit ganz unterschiedlichen Geschichten zusammen, die alle eines gemeinsam haben: „Sie werden um ihr Leben beschissen, und zwar von den Leuten, die du nie in der U-Bahn triffst“, sagt der Junge im Mantel. Alle Figuren tragen ihre „Tüte“ Leben mit sich herum, bei einigen, die auf dem Bahnhof gestrandet sind, passt wortwörtlich das ganze Leben in eine Plastiktüte. Manche verzweifeln und können es nicht weiter leben, andere hat das Leben enttäuscht, verbittert und bösartig gemacht: „Was nach uns kommt ist Schiete, denn wir sind die Elite“ Aber dann gibt es auch Typen wie Bambi, der alles daran setzt, den Traumprinzen für das Mädchen Nathalie ausfindig zu machen, weil sie ihn „mitten in die Pumpe getroffen“ hat oder den Rentner Herrmann, der „dem Sozialamt getrotzt und dem Klassenfeind noch einmal in die Fresse gerotzt“ hat. Es ist herrlich zu leben in Berlin!

 

Insgesamt hat die Hausacher Aufführung 17 Gesangsrollen, kleinere Gesangsparts und 41 Sprechrollen, 2 Tanzensembles, hier einige Solisten im Interview …

Nathalie

ein Mädchen aus Westdeutschland.

Nach einem Konzert des Berliner Rockmusikers Johnnie in Nathalies Heimat schlafen die beiden miteinander, Johnnie reist zurück nach Berlin. Nathalie wird schwanger.

Sie läuft nach einem Streit mit ihren Eltern von zuhause weg, um Johnnie in Berlin zu suchen.

 

Darstellerin:

Lia Brüstle

Alter: 19

Heimat- und aktueller Wohnort: Gutach

 

Schülerin am RGG …

Bin ich aktuell, noch. Abiturientin. Nach dem Abschluss werde ich ein Au-Pair Jahr in Kanada machen und danach noch ein halbes Jahr reisen – vielleicht eine Freundin in Vancouver besuchen.

Studienrichtung: Architektur

 

Meine bisherigen Musical-Erfahrungen:

Meine erste Musicalteilnahme war in der 5ten Klasse bei „Evita“ mit einem kleinen Solo bei „Santa Evita“. Seither war ich bei „Rent“ im 7er-8er Chor und der „WestSideStory“ im MO-Chor dabei, Jetzt spiele ich bei der LINIE 1 die Nathalie, ein Mädchen aus dem Westen, das ihrem Freund nach Berlin nachfährt.

 

So kam es zur Teilnahme:

Zu Beginn der Vorbereitungsphase konnte man sich in Listen eintragen, ob man eine Rolle übernehmen möchte. Danach folgte ein Vorsingen. Ich dachte ich versuche es einfach mal, da es mir bei den vorherigen Musicals immer Spaß gemacht hat zu singen und in neue Rollen zu schlüpfen. Außerdem ist es etwas Besonderes, zu dem man im Leben vermutlich nicht mehr so oft die Chance hat.

 

Meine persönliche Herausforderung bei der LINIE 1:

Normalerweise beginnt die Musical-Vorbereitung bereits im November. Durch Corona sind die Proben jetzt viel kompakter, wir bringen dieses Mal alles innerhalb eines Zeitraums von zwei Monaten auf die Bühne. Es gibt Tage, an denen man direkt nach der Schule noch Proben bis abends hat. Bezüglich des Abiturs wird jedoch sehr auf uns Rücksicht genommen, sodass unsere schulische Leistung NICHT darunter leidet.

Eine Herausforderung stellt für mich dar, dass Nathalie in fast allen Szenen dabei ist und ich so viele Proben, Schule und Freizeit unter einen Hut bringen muss. Aber bis jetzt kommen wir in den Proben gut voran und auch schulisch bin ich zufrieden.

 

Mein „Gruß an die Besucher“ – oder besser: Warum sollte man die LINIE 1 in Hausach auf keinen Fall verpassen:

Die LINIE 1 zeigt viele unterschiedliche Facetten Berlins und behandelt so auch viele unterschiedliche Themen. Man kann lachen, man kann weinen – es ist für

jeden etwas dabei! 

Johnnie,

ein Rockstar aus Berlin

Horst,

ein spätesmestriger Anmacher

Lotti,

eine der vier Wilmersdorfer Witwen

 


Darsteller:

Dominic Hesse

Alter: 26

Zitat Reinhardt Bäder: „Der Dominic ist ja mittlerweile in der 28. Klasse“

 

Heimat- und aktueller Wohnort: Ich komme

ursprünglich aus Hausach und da wohne ich im Moment auch. Da durch die immer noch aktuelle Pandemie mein Studium fast nur online stattfindet mache ich den

Großteil von Zuhause aus.

 

Schüler am RGG…

war ich vor sehr sehr langer Zeit auch mal – obwohl, so lange ist es eigentlich auch nicht her. Ich habe 2006 als frischgebackener Fünftklässler damit begonnen, meine Lehrer ein bisschen verrückt zu machen, 2015 sind die mich dann endlich losgeworden…

 

Was kam dann …

Ich habe mehrere Jahre gebraucht, um endlich das richtige Studium für mich zu finden. Zuerst gings nach Offenburg an die FH, dann nach einem Jahr Arbeit nach Nürtingen an die FH und dann, endlich, 2019 habe ich das Sportstudium für mich entdeckt. Seitdem bin ich in Tübingen an der Uni und bin da auch sehr zufrieden. Leider kam dann relativ bald die Pandemie, weshalb ein Großteil meines Studiums online stattfindet (außer natürlich die Praxiskurse, die eh das Beste am Studium sind). Meinen Abschhluß mache ich voraussichtlich im kommenden Jahr.

 

Meine bisherigen Musical-Erfahrungen:

Ich bin über meinen Bruder zu den Musicals gekommen. Er hatte 2012 bei „Hair“ eine Hauptrolle, durch seine Erzählungen war ich richtig gefesselt. Ich konnte dann auch nicht widerstehen, alle fünf Hair-Aufführungen anzuschauen, weshalb ich mir selbst den Namen „Edelfan“ gegeben habe. Zwei Jahre später kam „Evita“, ich durfte mehrere kleine Rollen spielen. 2016 dann „Rent“. Parallel zum Abi. Das erste Mal eine Hauptrolle. Angel Schunard – Transvestit, mal Mann, mal Frau, der „Engel“ im Stück, das Herz und die Seele der Gruppe. Schauspielerisch als auch gesangstechnisch hat mich die Rolle sehr gefordert. Zwei Jahre später wurde es dann 2018 bei der „West Side Story“ für mich gesanglich etwas entspannter, jedoch hatte ich dafür schauspielerisch eine der besten Rollen. Ich verkörperte Action, der Name sagt da eigentlich schon alles – Mitglied der Jets, aggressiv, Choleriker.

 

„Bühnen“-Erfahrung aus anderen Projekten:

Mehreren Aufführungen der Theater AG am Hausacher Gymnasium.

 

So kam es zur erneuten Teilnahme:

Reinhardt hat mich Ende 2019 gefragt, ob ich bei der LINIE 1 mitwirken will, damals passte es jedoch zeitlich nicht gut, da ich gerade mein neues Studium im Tübingen begonnen hatte und auch dort gewohnt habe. Als dann dieses Jahr Mitte Februar mein Handy klingelte und ich sah, dass Reinhardt Bäder mich anruft, war mir eigentlich direkt klar um was es geht. Nach einem längeren Gespräch und mehreren Tagen Bedenkzeit war mir dann klar, dass das Feuer für die Bühne in

mir immer noch brennt.

 

Meine Rolle(n) bei der LINIE 1:

Reinhardt hat mir mehrere kleine Rollen angeboten, die noch nicht besetzt waren. Ich konnte mich nicht wirklich entscheiden, weshalb ich einfach für alle zugesagt habe. Ich spiele dieses Mal den Anmacher Horst, dann bin ich eine der Willmersdorfer Witwen und zuletzt noch den Rockstar Jonny.

 

Meine Beweggründe, als Darsteller mitzuwirken:

Auf der Bühne zu stehen und zu performen ist schon etwas ganz Besonderes für mich. Da bekomme ich einen richtigen Adrenalinkick. Außerdem habe ich es in den letzten Jahren vermisst, in einem Chor mitzusingen. Über die Musicaljahre hinweg ist auch eine enge Freundschaft zu Giovanni gewachsen. Ich freue mich, wieder mehr Zeit mit einem meiner sehr guten Freunde zu verbringen und während dem Projekt neue Leute kennenzulernen. Außerdem freue ich mich, dieses Jahr bei einigen Neuen die Mentorenrolle zu übernehmen, falls dies benötigt wird. Ich habe in den letzten Jahren viel Erfahrung auf und neben der Bühne gesammelt und gebe diese auch sehr gerne weiter.

 

Wie laufen die Vorbereitungen für dich als Ehemaligen?

Mein neues Semester begann erst im April. Bisher ging also ganz gut. Ich bin gespannt, wie die Doppelbelastung im April und Mai läuft, ich bin zuversichtlich, dass das klappen wird.

 

Meine persönliche Herausforderung bei der LINIE 1:

Ich bin ja relativ spät in die Proben eingestiegen, weshalb ich erst noch den ganzen Inhalt aufsaugen muss, um meine Rollen und die der anderen komplett zu verstehen um diese bestmöglich auf der Bühne zu verkörpern.

 

Mein „Gruß an die Besucher“ – oder besser: Warum sollte man die „Linie 1“ in Hausach auf keinen Fall verpassen:

Die LINIE 1 bietet wirklich sehr viel Unterschiedliches. Es wird sehr viel zu lachen geben (oft auch bei Szenen, an denen ich beteiligt bin), aber es wird auch ernstere Szenen geben. Den Eindruck, den ich bisher von dem Schulchor bekommen habe, ist wirklich sehr sehr gut.

Sie dürfen sich auf tollen Gesang, sehr gutes Schauspiel und natürlich auch toll gespielte Musik freuen!!!

Lola,

eine Mutter und Prostituierte

 

Darstellerin:

Magdalena Baljević

Alter: 20

 

Heimat- und aktueller Wohnort: 

Geboren in Serbien, Aufgewachsen in Hausach, beides Heimat für mich.

Aktueller Wohnort: Hausach

 

Schülerin am RGG…

war ich bis zum Abitur 2020.

 

Was kam dann …

Ein Jahr BFD bei einem Kindergarten für beeinträchtigte Kinder in Offenburg.

September 2021: Beginn der Ausbildung als Industriekauffrau mit Zusatzqualifikation (internationales Wirtschaftsmanagement) in Fischerbach.

 

Meine bisherigen Musical-Erfahrungen:

„Rent“ 2016 als Mitglied des 7/8 Chors

„West Side Story 2018 als Mitglied des M/O Chors, Teil des Schauspiel-Ensembles

 

„Bühnen“-Erfahrung aus anderen Projekten:

Seit der 3. Klasse spiele ich Theater in den jeweiligen Schultheater AG‘s bis zum Abitur (z.B. 2019, Tristan & Isolde, erste Hauptrolle als Isolde).

Seit 2019 bin ich Mitglied beim Ensemble der Hausacher Burgfestspiele, bei „Das kalte Herz“ spielte ich 2019 die zweite Hauptrolle als Lisbeth.

Seit der 2. Klasse bis zum Abitur war ich zudem Mitglied in allen Schulchören. Im Mittel-/Oberstufenchor des RGG’s durfte ich u.a. bei einem Weihnachtskonzert zum ersten Mal in einem 4er-Ensemble und mein erstes kleines Solo singen. Hab mich da also stetig ein wenig gesteigert.

Im Chor & beim Theater kann ich mir aus meinem Leben nicht mehr wegdenken! Alles Künstlerische und Kulturelle hat mich seit meiner Kindheit fasziniert. Ich fühle mich dabei frei, super inspiriert, motiviert und glücklich. Und ich wurde Teil einer Gemeinschaft, die mich sehr bereichert. Das Gemeinschaftsgefühl, das entsteht,

wenn man in guter Stimmung mit viel Leidenschaft und Spaß gemeinsam etwas Großartiges entstehen lässt, ist unbezahlbar. Dabei macht nicht nur die eigene

Teilnahme Spaß, sondern es zählt auch das Publikum, das man unterhalten und begeistern möchte. Ihnen selbst für einige Zeit einen Rückzugsort zu bieten, in

dem man vom Alltag abschalten kann, sie zu unterhalten und zu begeistern, sie mitfühlen zu lassen und zu erreichen - das ist das, was zählt. So wurde das Singen mit Anderen und vor allem das Theater zu meiner persönlichen Leidenschaft. Schon von klein auf lastet viel Gesellschaftsdruck auf einem, und ich habe einen Ort gebraucht, an dem ich mich entfalten konnte. Und da kam die Bühne des Schauspiels wie gerufen. Auf der Bühne wirst du nicht verurteilt, alles hat seinen Sinn und Grund, wird akzeptiert. Und so half mir das Theater enorm in meiner Persönlichkeitsentwicklung und begleitete mich durch meine Pubertät sanft mit einer therapeutischen Wirkung. Und auch heute noch liebe ich es, in Rollen und ganze Welten einzutauchen und ein Publikum zu unterhalten, ihm eine Auszeit von allen täglichen Verpflichtungen zu ermöglichen.

 

So kam es zur erneuten Teilnahme:

In der Oberstufe stand endlich wieder ein Musical an und ich dachte mir, ich probier‘s einfach mal und singe vor! Mit oder ohne Solistenrolle, egal, einfach dabei sein. Und siehe da, es hat geklappt, ich spiele bei der LINIE 1 mit zwei Jahren Verzögerung nun die Lola.

 

Wie laufen die Vorbereitungen für dich als Ehemalige?

Die Vorbereitungen laufen im trotz der durch Corona stark verkürzten Vorbereitungszeit und dem neuen Arbeitsalltag erstaunlich gut. Ich bin positiver Dinge und

voller Freude!

 

Meine persönliche Herausforderung bei der LINIE 1:

Die Rolle Lola selbst ist bis jetzt meine persönliche und insgesamt größte schauspielerische Herausforderung. Sie ist eine krasse Persönlichkeit mit einer bewegenden Geschichte. Eine Person, ein Charakter, der neu für mich ist, ich empfinde ihr gegenüber großen Respekt. Lola beinhaltet ebenfalls mein erstes richtiges Solo und ist damit auch meine größte musikalische Herausforderung. Ich hoffe, Lola gerecht werden zu können - sie nachvollziehbar und realistisch zum

Leben zu erwecken und mit meinem Spiel unsere Zuschauer bewegen zu können.

Bambi,

ein Dealer und Hehler

Sprechrolle als

BVG-Chef

Darsteller:

Aaron Jehle

Heimat- und aktueller Wohnort: Ich komme aus Schenkenzell, wohne aktuell in Karlsruhe

 

Schüler am RGG …

ja, 2011 – 2019. Abi 2019.

 

Was kam dann …

Ich studiere momentan im 6. Semester Mathematik am KIT.

 

Meine bisherigen Musical-Erfahrungen:

„Rent“ 2016 und „West Side Story“ 2018. Ich hatte aber keine Solistenrollen, bei der „West Side Story“ nur ein bisschen „extra“ Chorerographiesachen.

 

So kam es zur erneuten Teilnahme:

Reinhardt hat mich gefragt, ob ich für Philipp Rechenbach als Bambi einspringen will und ich habe angenommen.

 

Meine Beweggründe, als Darsteller mitzuwirken:

Die Chance, unter der kompetenten Anleitung von Reinhardt und Gino ganz andere Seiten an mir zu entdecken und zu entfalten. In meinem Studium ist vor allem analytisches Denken gefragt, bei den Liedern des Musicals verbindet sich Gesang mit Körpersprache, (gespielte) Emotion mit Choreographie. Und auch die Schauspielszenen sind nochmal eine ganz neue Erfahrung für mich. Was fühle ich/ meine Figur? Wie verhalte ich mich? Dieses Wahrnehmen und zum Ausdruck bringen des „eigenen“ Innenlebens zusammen mit der äußeren Kombination aus Choreographie und Gesang ist ein anspruchsvolles, aber auch sehr intensives Erlebnis. Das wirklich Schöne daran ist aber, dass ich damit nicht alleine bin. Auch alle anderen reagieren und verhalten sich, nehmen Kontakt miteinander auf. Und zwar nicht auf Stufe 1, sondern auf Stufe 5!

 

Wie laufen die Vorbereitungen für dich als Ehemaligen?

Die Proben sind anstrengend (vor allem die mit dem ganzen Chor, die Solistenproben eher weniger), das war aber auch schon bei den beiden anderen Musicals so. Neu ist für mich, dass ich Vorlesungen, die ich für die Proben verpasse, nacharbeiten und zwischen Karlsruhe und Hausach hin und her fahren muss. Das ist zwar ein Mehraufwand, aber wie oben beschrieben unterscheiden/ergänzen sich die Anforderungen, die ein Musical und ein Mathestudium haben, es ist also mehr Abwechslung als Mehrbelastung für mich. Ich bin außerdem positiv überrascht, wie gut die Proben laufen, trotz der Zeitknappheit.

 

Meine persönliche Herausforderung bei der LINIE 1:

Die Übersicht über meinen Terminkalender zu behalten, trotz Studentenleben in Karlsruhe und spontanen Mails von Gino, ob wir nicht doch da noch die eine Szene proben wollen…

 

Mein „Gruß an die Besucher“ – oder besser: Warum sollte man die LINIE 1 in Hausach auf keinen Fall verpassen:

Die LINIE 1 ist noch viel mehr ein Musical des ganzen Chores als die davor, jeder ist Solist! Es gibt so viele kleine Szenen, in denen die ganze Buntheit der Gesellschaft in der Berliner U-Bahn gezeigt wird. So viele verschieden Charaktere. Das macht die LINIE 1 zu einem sehr dichten und abwechslungsreichen Musical.

Jan,

ein Student

Kriemhild,

eine der vier Wilmersdorfer Witwen


 

Darsteller

Dominik Haas

Alter: 22

Heimat: Steinach

Aktueller Wohnort: Heidelberg (Studium)


Schüler am RGG…

Ja, ich habe 2010 den Weg ans RGG gefunden und habe mein Abitur 2018 bestanden.


Was kam dann …

Freiwilliges Soziales Jahr im Kinderhaus der Winkelwaldklinik in Nordrach. Drei Semester Studium Theologie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Da

ich aber festgestellt habe, dass dieses Studium nicht das Richtige für mich ist, habe ich im Oktober 2021 ein Musiktherapiestudium an der SRH Hochschule in

Heidelberg angefangen und bin aktuell im zweiten Semester und sehr glücklich damit.


Meine bisherigen Musical-Erfahrungen:

„West Side Story“ 2018: Rolle des Diesel, der als zweiter Anführer der Jets nach dem Kampf zwischen Bernardo und Riff zum inoffiziellen Anführer wurde.


So kam es zur erneuten Teilnahme:

Ich wollte 2020 noch einmal mit den Schülern, die ich bereits aus der „West Side Story“ kannte, ein cooles Musical machen und damit mit der Schulzeit

abschließen. Wir waren in den Vorbereitungen ja schon ziemlich weit, hatten viel investiert und großen Spaß zusammen. Dann kam Corona …

Jetzt bin ich wieder da, zum einen, weil ich begeistert von der Aufarbeitung/Erarbeitung des Musicals bin und zum anderen, weil ich mir die Musicalproben und den Auftritt für mein Studium anrechnen lassen kann.


Welche Rolle spielst du?

Ich spiele Jan, einen Studenten, der sich nachmittags an die Bahnhöfe der LINIE 1 stellt und die Menschen beobachtet.

Außerdem spiele ich noch eine weitere, so richtig verrückte Rolle als eine der vier Wilmersdorfer Naziwitwen – schon alleine diese Szene lohnt den Besuch unseres Musicals – fantastisch und viel, viel Spaß bei den Proben …


Meine Beweggründe, als Darsteller mitzuwirken:

Ich habe mich bei der „West Side Story“ sofort mit dem Stil der Proben von Giovanni "Gino" Santo und Reinhardt Bäder identifizieren können und habe dabei sehr viel über mich gelernt. Außerdem möchte ich gerne Wegbereiter einer neuen Musical-Generation sein, die mit vollem Elan die Tradition der Musicals in Hausach aufrechterhält. Immerhin liegen zwischen der West Side Story und der LINIE 1 mittlerweile vier Jahre, eine erfahrene „Darsteller-Generation“ ist weggebrochen. Und da bin ich als Mitspieler bestes Vorbild.


Weshalb bist du gerne wieder mit dabei?

Die Atmosphäre unter den Schülern und Ehemaligen ist einmalig. Die Proben werden mit der nötigen Disziplin, aber auch maximalem Spaß durchgeführt. Denn am Ende haben wir alle das gleiche Ziel: Wir wollen ein mitreißendes Stück auf die Bühne bringen und Ihnen, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, einen aufregenden Musicalabend bieten.


Wie laufen die Vorbereitungen für dich als Ehemaligen?

Ich habe während des letzten Musicals mein Abitur gemacht und hatte da auch schon so eine Art Doppelbelastung. Jetzt muss ich allerdings noch größere Abstriche machen, da ich unter der Woche keine Zeit für Proben habe. Glücklicherweise habe ich dann im Zug Zeit, mir die Choreografien und das Textbuch anzuschauen und mich auf die Proben vorzubereiten.


Meine persönliche Herausforderung bei der LINIE 1:

Da ich doch eine größere Rolle habe, bin ich in vielen Szenen zu sehen und die wollen alle erlernt werden. Zudem fehlt mir der tägliche Kontakt mit den Schülern, wenn man sich z. B. mal im Schulgebäude über den Weg läuft. Das muss dann in den gemeinsamen Proben passieren, damit wir zusammen als Gemeinschaft das Stück spielen können.


Mein „Gruß an die Besucher“ – oder besser: Warum sollte man die „Linie 1“ in Hausach auf keinen Fall verpassen:

Die Geschichte des Hausacher Musicals hat schon einige großartige Schauspieler:innen und Sänger:innen hervorgebracht. In diesem Rahmen können sich die Schülerinnen und Schüler selbst intensiv kennenlernen und ausprobieren.

Würdigen Sie diese grandiose Arbeit und kommen Sie zu einer der Aufführungen.

Ich freue mich auf Ihren Besuch. Bis denne!

Stefanie,

eine unglücklich verliebte Studentin

Darstellerin:

Leandra Wiedmaier

Alter: 18

Heimat- und aktueller Wohnort: Kirnbach

 

Schülerin am RGG…

Bin ich derzeit noch. Ich gehe in die 13. Klasse und mach dieses Jahr mein Abitur. Nach dem Abi mache ich ein FSJ beim DRK in Hausach.

 

Meine bisherigen Musical-Erfahrungen:

"Evita" 2014. Damals, in der 5. Klasse, durfte ich bei dem Stück „Santa Evita“ eine kleine Solorolle singen.

In der 7.Klasse habe ich bei „Rent“ 2016 im Chor mitgesungen. Bei der „West Side Story“ 2018 war ich Teil eines Ensembles (und hatte dabei ein Mini-Solo) und

der Tanzgruppe.

 

So kam es zur Teilnahme:

Durch meine Teilnahme am Chor seit der 5. Klasse hatte ich also immer wieder die Möglichkeit, bei den Musicals mitzuwirken.

 

Meine Beweggründe, als Darstellerin mitzuwirken:

In der LINIE 1 spiele ich die Studentin Stefanie. Ich spiele gern in den Musicals mit, da es sehr viel Spaß macht, zusammen etwas so Tolles zu erarbeiten und ein Teil davon sein zu dürfen. Es ist bei jedem Musical eine einzigartigere Erfahrung, die mit schönen und lustigen Momenten gefüllt ist. Ich finde, dass man immer wieder Neues über sich selbst lernt und erfährt, und an den Erfahrungen wächst, die man in diesem Entstehungs-Prozess sammelt.

 

Wie laufen die Vorbereitungen?

Die Vorbereitungen sind dieses Jahr etwas anders als sonst, da wir die meisten Proben erst im Mai haben. Die Proben, die wir bisher hatten, haben viel Spaß gemacht, auch wenn sie anstrengend waren. Die Herausforderung bei LINIE 1 liegt dieses Jahr darin, dass wir alles in relativ kurzer Zeit erarbeiten (im

Gegensatz zu den vorherigen Musicals) und das ganze parallel zur Abi-Vorbereitung.

 

Mein „Gruß an die Besucher“ – oder besser: Warum sollte man die LINIE 1 in Hausach auf keinen Fall verpassen:

Man sollte die LINIE 1 unbedingt ansehen. Das Musical ist mitreißend, regt aber auch zum Nachdenken an. Es behandelt viele unterschiedliche Themen sowie die vielfältigen Facetten Berlins. Es ist eines der bekanntesten deutschen Musicals, nicht zuletzt durch seinen etwas chaotischen, aber vor allem mitreißenden Charakter.

Maria,

eine Arbeitssuchende

 

Darstellerin:

Emma Schuffenhauer

Alter: 19

Heimat- und aktueller Wohnort: Schiltach

 

Schülerin am RGG…

Bin ich noch einige Wochen. Ich stecke mitten in der Vorbereitung fürs Abitur, es ist also mein letztes Schuljahr am RGG.

Nach dem Abitur werde ich mit einer Freundin nach Island reisen und danach zum 1. September ein FSJ im Bereich „Kirchenmusik“ im Bezirkskantorat Offenburg und meiner Heimatgemeinde Schiltach machen. Anschließend plane ich, Kirchenmusik zu studieren, doch wo und wie genau, das werde ich erst während meines FSJ festlegen.

 

Meine bisherigen Musical-Erfahrungen:

In Hausach war ich noch nie bei einem Musical dabei, da ich erst später auf die Schule kam. Auf meiner alten Schule bin ich in der 5. Klasse in die Rolle eines Räubers geschlüpft. Da unser Stück damals jedoch „Ali Baba und die 40 Räuber“ war, war meine Rolle nicht allzu exponiert.

Dieses Musical von damals ist aber in keiner Weise mit dem vergleichbar, was hier am RGG auf die Beine gestellt wird.

 

„Bühnen“-Erfahrung aus anderen Projekten:

In meiner Freizeit begleite ich Gottesdienste mit der Orgel, leite Projektchöre (wenn nicht gerade Corona ist), spiele Konzerte und singe selbst in einer Kantorei mit. Auftritte vor kleinem und großem Publikum sind mir daher vertraut. Doch als Musicaldarstellerin gemeinsam mit anderen ein Stück wie die LINIE 1 auf die Beine zu stellen ist eine völlig neue Erfahrung, auf die ich schon sehr gespannt bin.

 

So kam es zur Teilnahme:

Britt Henke, die ursprünglich (2020) Maria gespielt hätte, hat mittlerweile keine Kapazität mehr für eine solche Rolle. Glück für mich – denn so kann ich nun Teil dieses großartigen Gemeinschaftsprojekts sein. Da ich bei Herr Bäder im Musik LK bin, hat er mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, diese Rolle zu übernehmen.

Maria ist eine Arbeitssuchende, die Nathalie in der U-Bahn begegnet und sie tröstet. Sie zeigt ihr und dem Zuschauer in ihrem Lied „Hey Du“ die Abgründe auf, in denen sie, eine schwarz arbeitende Reinigungskraft, sich befindet. Sie hat ein wahnsinnig großes Herz für andere, was sich auch in ihrem Wunsch, Altenpflegerin zu werden, widerspiegelt.

 

Meine Beweggründe, als Darstellerin mitzuwirken:

Ich bin nicht aus Eigeninitiative zum Musical gekommen, daher ist es schwierig von „Beweggründen“ zu sprechen. Den Chor und die Musicals habe ich früher nur am Rande gekannt und wusste nicht genau, was ich mir darunter vorzustellen habe. Die Professionalität und Begeisterung sind hier in Hausach unglaublich groß, das hat mich (sehr positiv!) überrascht.

 

Wie laufen die Vorbereitungen?

Die Zeit rast, aber die LINIE 1 auch! Es gibt noch viele Dinge, die unklar sind, das ist keine Frage. Doch gerade durch die erste Probenphase im April konnte ich den „roten Faden“ erkennen, der sich durch Choreographien und Theater zieht.

 

Meine persönliche Herausforderung bei der LINIE 1:

Die LINIE 1 steckt voller schöner Herausforderungen von den Choreographien bis zum Text auswendig lernen. Am herausforderndsten finde ich es jedoch, meine Rolle Maria passend zu verkörpern und ihren Charakter und ihre Motivationen zu verstehen. Denn alle Figuren bei der LINIE 1 sind unglaublich vielschichtig und es lohnt sich und ist notwendig, jede genauer kennenzulernen.

 

Mein „Gruß an die Besucher“ – oder besser: Warum sollte man die LINIE 1 in Hausach auf keinen Fall verpassen:

Die LINIE 1 mag aus den 80ern kommen und in Berlin spielen, doch trotzdem, oder gerade deswegen lohnt es sich, mit ihr in unserer Zeit in Hausach mitzufahren. Sie zeigt soziale Abgründe, komplexe Beziehungen und Emotionen – genau das, was jeden von uns beschäftigt und ausmacht. Sie können sich auf eine Aufführung freuen, die begeistert und nachdenklich macht.

Bille,

eine Straßenmusikerin

 

Darstellerin:

Lara Schmider

Alter: 19 Jahre

Heimat- und aktueller Wohnort: Wolfach


Schülerin am RGG…

Yep. Jahrgangsstufe 2, Abitur im April 2022 – und dann die letzten Schulwochen meines Lebens.

 

Und danach …

vermutlich Jura-Studium.


Meine bisherigen Musical-Erfahrungen:

„Evita“ 2014 (solistisch und Chor)

„RENT“ 2016 im Chor

„West Side Story“ 2018 (Ensemble und Chor)

Ich bin also seit der 6. Klasse immer wieder mit Begeisterung bei jedem Musical dabei gewesen.


„Bühnen“-Erfahrung aus anderen Projekten:

Mitglied der kleinen Theater AG des RGG.


So kam es zur Teilnahme:

Seit vielen Jahren bin ich im Chor und empfinde die Musicals immer wieder als besondere Highlights. Vor zwei Jahren, als die LINIE 1 ja eigentlich gespielt werden sollte, habe ich mich auf eine solistische Rolle beworben und habe dann durch Bille die Möglichkeit bekommen, nicht nur gesanglich sondern auch darstellerisch mitzuwirken.


Meine Beweggründe, als Darstellerin mitzuwirken:

Ich wollte gerne eine solistische Rolle übernehmen, um noch mehr selbst am Stück teilhaben zu können. Mit der Rolle der Bille kann ich mich noch mehr mit der Thematik des Musicals auseinandersetzen.


Wie laufen die Vorbereitungen?

Momentan lerne ich auf Hochtouren für das anstehende Abitur, daher gab es bis jetzt keine Solisten Proben für mich. Jedoch hatten wir schon Probentage mit dem Chor, und ich bin begeistert, wie Euphorie und Dynamik trotz der langen Zwangspause erhalten geblieben sind.

 

Meine persönliche Herausforderung bei der LINIE 1:

Bille ist eine sehr komplexe Figur, wir sind uns in manchen Aspekten ähnlich, andererseits aber doch wieder grundverschieden. Es ist aufregend und fordernd, Bille so darzustellen, wie wir uns diese Person vorstellen. Dieser Prozess verlangt viel Zeit und Auseinandersetzung mit ihrer Art, Ihrer Meinung und ihrem Charakter.

Hermann,

ein Rentner

Agathe,

eine der vier Wilmersdorfer Witwen


 

Darsteller:

Martin Schwendemann

Alter: 61


Heimat- und aktueller Wohnort: Haslach im Kinzigtal, wohnhaft in Steinach

 

Schüler am RGG … 

Nein. Zu meiner Schulzeit hieß das RGG noch "Gymnasium Hausach"

Abi 1980 – also Schüler von 1980 minus neun Jahre…

 

Was kam dann…

Studium in Freiburg: Anglistik, Germanistik und Geographie.

Heute bin ich Amtsleiter für Kultur und Marketing, Stadtverwaltung Haslach.

 

Meine bisherigen Musical-Erfahrungen:

Im Weißen Rössel“ spielte ich den Textilfabrikanten Wilhlem Gieseke, den Tevje in "Anatevka" (1995), den Gladhand in der "West Side Story" (2018) und einige kleinere Rollen

 

„Bühnen“-Erfahrung aus anderen Projekten:

Ich komme aus der Schauspieltruppe des Gymnasiums… König Admetos in "Alkestis", Doppelrolle als Wirt und Irrenhausdirektor Prof. Dr. Strohvater in "Kennen Sie die Milchstraße?" und den St.Just in "Dantons Tod". Während des Studiums ging es dann am Englischen Seminar weiter mit einigen Stücken. Seit Jahrzehnten Haslacher "Schnurrant" und hin und wieder mal eine Lesung…

 

So kam es zur erneuten Teilnahme:

Ich bin angefragt worden von Reinhardt Bäder.

 

Welche Rolle spielst du?

Doppelrolle, den alten "Hermann" und  die "Agathe", eine der vier Wilmersdorfer Witwen – das Umziehen und Umschminken dürfte spaßig werden.

 

Meine Beweggründe, als Darsteller mitzuwirken:

Es macht Spaß!

 

Wie laufen die Vorbereitungen für dich als Ehemaligen?

(Doppelbelastung …) Heftig!

 

Meine persönliche Herausforderung bei der LINIE 1:

Ich kann so gut wie keine Noten lesen und bin ein schlechter Textlerner, das strengt doch etwas an.

 

Mein „Gruß an die Besucher“ – oder besser: Warum sollte man die „Linie 1“ in Hausach auf keinen Fall verpassen:

…wenn es dem Publikum nur halb so viel Spaß macht wie der Musicaltruppe, könnte es für die Besucher ein durchaus unterhaltsamer Abend werden.

Fremdenführerin

Sandra,

eine Angestellte

 

Darstellerin:

Madeleine Oeser

Alter: 18

Heimat-/Wohnort: Hausach/Einbach

 

Schülerin am RGG …

bin ich, ja. Ich besuche die J2, mache also jetzt mein Abitur.

Danach möchte ich ein Jahr Work&Travel in Südamerika machen, danach vermutlich in den sozialen Bereich gehen. Grundschullehramt? Sozialpädagogik?

Mal schauen …

 

Meine bisherigen Musical-Erfahrungen:

Ich war tatsächlich schon bei „Evita“ (2014), und „RENT“ (2016) im Chor dabei, bei der “West Side Story” (2018) Chor und Ensemblemitglied.

Bei der LINIE 1 werde ich nun erstmals auch Solorollen spielen.

 

So kam es zur erneuten Teilnahme:

Mir hat es einfach immer sehr viel Spaß gemacht, auch wenn jedes Musical viel Zeitaufwand bedeutet. Nicht umsonst erreichen wir Jahr für Jahr diese enorme Qualität – schließlich sind wir alle nur Schüler und Ehemalige und keine Profis. Am Ende auf der Bühne zu stehen und alles zeigen zu können ist immer sehr toll und aufregend. Und natürlich auch die tolle Gemeinschaft untereinander. Deswegen war es für mich auch jetzt, trotz Abiturstress klar, wieder dabei zu sein. Nach den ganzen Entbehrungen in der Corona-Zeit ist es endlich wieder eine schöne Abwechslung. Zu der Rolle kam es, weil Herr Bäder mich gefragt hat. Meine Teilnahme war bereits 2020 vereinbart – und wird nun endlich wahr!

 

Meine persönliche Herausforderung bei der LINIE 1:

Definitiv die sehr sehr kurze Zeit der Vorbereitung und die wenigen Proben aufgrund der Corona-Verordnungen. Die Proben können nicht wie „früher“ durchgeführt werden und verlangen viele Kompromisse von allen. Das macht mir manchmal etwas Angst, weil es schon so bald soweit sein wird und wir doch gerne die Qualität der bisherigen Musicals halten wollen. Aber ich bin zuversichtlich. Wir haben Spaß, das ist die Hauptsache. Und ich denke wir werden es hinbekommen J

 

Mein „Gruß an die Besucher“ – oder besser: Warum sollte man die LINIE 1 in Hausach auf keinen Fall verpassen:

Wir wollen unseren Besuchern einen tollen Musical-Abend bieten. Sie sollen nach all den Entbehrungen der Corona-Zeit wieder etwas Schönes erleben. Und schließlich wollen wir allen zeigen, was wir in dieser enorm kurzen Vorbereitungszeit gemeinsam alles erarbeitet haben.

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